Manchester City gegen Bayern München

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Ich habe gerade CL Man. City gegen Bayern gesehen. Persönlich wurde es nach dem Spiel klar, dass ich nicht Barcelona an sich sondern den Spielstil von Guardiola mag.

Die junge Spieler sollen Thomas Müller sehr gut beobachten, wenn sie gute Stürmer werden wollen. Seine Raumgefühl und Hilfsbereitschaft sind absolut Spitze. Fußballexperten sehen durch Bewegung in der ohne Ball Situation mit diesem Raumgefühl die “Intelligenz” des Spielers. Ich möchte die Jungs ansehen, was er in der ohne Ball Situation macht, wie er den Raum für die anderen schafft und auch für sich selber benutzt. Seine Bewegungen helfen die anderen Mitspielern und die Mannschaft. Aus daher ist es kein Wunder, dass Guardiola ihm keine Pause gibt.

 

Philipp Lahm spielt jetzt als 6er, weil er sehr großen Raum durch seine Beweglichkeit und Geschwindigkeit abdecken und gegen gegnerischen Konter schön absichern und dank seiner technischen Stärke den Ball sicher zu anderen Stationen bringen kann. Guardiola lässt zwei Flügel vertikal intensiv laufen lassen, als er bei Barca tätig war. Damals spielten Pedro und Alexis Sanchez große Rolle und jetzt unter Tata Martino haben sie wieder große Herausforderung. Guardiola lässt bei Bayern nicht zwei Flügel (Robben und Ribery) vertikal zurückkommen sondern 6er Philipp Lahm horizontal sprinten – wie üblich. Die Szene von 67. Spiel Minute war ein gutes Beispiel. Guardiola kann flexibel mit den Charakter der Mannschaft und eigene Philosophie durch kleine Umstellung mit dem gewissen Fingerspitzengefühl harmonieren.

 

Boateng hatte Pech. Nach dem 3-0 Führung versuchte der Trainer Bayerns einen jungen Spieler reinzubringen, um Erfahrung zu sammeln. Jan Kirchhoff kam aufs Feld und spielte ängstlich. Er wollte keinen Ballzuspiel, geht zum Pressing mit dem Zweifel und macht unglaubliche Fehler, die er nicht normalerweise macht. Boateng musste wegen Fehler von Kirchhoff situativ gezwungen werden, Faul zu machen – und rote Karte. Es hat mir ein bisschen leid getan. Mit pädagogischem Ansicht habe ich als Fußballtrainer Interesse daran, wie Guardiola  Kirchhoff  nach seinem Patzer Chance gibt.

 

Mir ist es langsam klar, was für einen Geschmack ich habe. Ich mag die Mannschaft mit der präzisen Logik nicht mit dem Stil. Diese präzise Logik heißt mit anderem Wort “Philosophie”. Ohne genaue Logik, die dem Spieler Fleisch geworden ist (Jürgen Klopp), kann man vom Außen den Stil der Mannschaft nicht erkennen –  glaube ich.

 

Der Stil von Guardiola kann erst möglich sein, weil er selber die Art und Weise absolut beherrscht, wie seine Spieler seine Philosophie auf dem Feld realisiert. Bei Jürgen Klopp ist es genauso. Sie haben fußballerisch starke und präzise Logik, die jede Spieler überzeugt und verstanden wird. Soweit ich gestern gesehen habe, Laurant Blanc bei PSG oder Simeone bei Atletico Madrid sehen auch genauso aus. Ein Beweis der logischen Präzision ist wenige Gegentore.

 

Wie gut der Trainer seine Logik bis zum Detail von den Spielern verstanden werden kann, ist wichtigste Thema der Mannschaft, unabhängig vom Niveau – egal, ob es CL oder Bezirksliga ist. Zwischen dem Trainer und Spielern werden Geduld und Dialog immer gebraucht.