Die vier taktischen Phasen in Futsal

 

 

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Futsal sei ein Spiel mit der Technik und Schnelligkeit – so behauptet man oft. Ja, es mag sein. Vor allem ist es eine Sportart mit der hohen Geschwindigkeit. Alle Feldspieler sind kontinuierlich in Bewegung sogar häufig mit dem vollen Sprint, natürlich mit der Ausnahme – in einer taktischen Bedingung, an dem bestimmten Moment auf dem notwendigen Ort zu stehen.

 

Das vordere Video zeigt Beispiele in den vier taktischen Phasen in Fußball (ich weiß nicht, ob diese vier Phasen auch im Bereich “Futsal” angewendet werden).

 

 

Erste Szene “Rotation”: Phase “Angriff (bzw. die eigene Mannschaft besitzt den Ball)”

 

Rotation ist die Basis vom Futsal. Es ist eine Grundlage des Spielaufbaus in Futsal. Die Abläufe variieren je nach den Systemen. Die Rotation hat mehrere Zwecke; 1. den anderen Mitspielern größeren Raum anzubieten, 2. eine Korridor für ein vertikal Passspiel bzw. Dribbling zu eröffnen, ein solides gegnerisches System verlockern, etc…..

Dafür muss die Spieler die Abläufe richtig erlernen – bis zu sie als Automatismen der Mannschaft etablieren und funktionieren. Die Spieler brauchen die Ausdauer, ein gewisses Raumgefühl und ein Gefühl, die gegnerischen Spieler mitzuziehen.

 

 

Zweite Szene “Gegenpressing”: Phase “Angriff” –> “Umschaltspiel Negativ (Bzw. Umschalten nach dem Ballverlust) –>”Umschaltspiel Positiv (Bzw. Umschalten nach dem Ballverlust).

 

 

Dieser Begriff “Gegenpressing” ist eigentlich die Eigenmarke des deutschen Fußballs gewesen. Nach den erfolgreichen Jahren vom BVB unter Jurgen Klopp wurde dieses taktisches Phänomen von ganzen europäischen Welt unter die Lupe genommen und auseinandergesetzt. Dadurch leiden die deutschen Bundesligsten wegen der Verlust der Wettkampfsvorteile bei den europäischen Konkurrenz.

In dieser Szene ist der Ausgangspunkt des Gegenpressings  der “geschlossene” Zustand des Gegners. D.h. wenn der Gegner seinen Rücken zeigt, muss der seinen Ball verlierende Spieler sofort rangehen, damit die komplette Mannschaft in ein paar Sekunde vorschiebt und alle gegnerischen Spieler zumacht. Zaragoza (im weißen Trikot) praktiziert die komplette Vorschiebung vollkommen.

 

 

Dritte Szene “Tief 1”: Phase “Abwehr (Bzw. die gegnerische Mannschaft besitzt den Ball)” –>”Umschaltspiel Positiv”.

Vierte Szene “Tief 2”: Phase “Abwehr”.

 

Die Basis der Basis bei der defensiven Arbeit: “ALLE Spieler sind HINTER der Ballhöhe”. Zaragoza mit Zonenverteidigung (zwar in gewissem Moment nimmt der Spieler eigenen Mann und behält seine Augen kontinuierlich auf den (potenziellen) eigenen Mann und die Räume). Nach dem Ballgewinn kontert die Mannschaft ausgeübte Variation. Folgende Szene “Tief 2” ist die Spieler an der linke Seite ein gutes Beispiel des Ablaufs der Zonenverteidigung. Der Spieler, der auf der anderen Seite vom Ball steht, schiebt Konsequenz nach innen und rückt den Raum neben dem (zentralen) Abwehrspieler. Diese taktische Disziplin ist die stärke des spanischen Futsal sowie Fußball.

 

 

Fünfte Szene “Abwehr Mittellinie”: Phase “Abwehr”.

 

Normalerweise verteidigt die Mannschaft ab dieser Höhe. Diese Szene zeigt die angemessene Höhe, ab welcher Höhe die Mannschaft den Druck den Gegner geben muss. Wenn es von der Mittellinie anfängt, ist schon zu tief, weil der Ball mit den Gegnern in der eigenen Hälfte laufen und dadurch die Mannschaft sich unter Druck gesetzt wird.

 

 

Sechste und Siebte Szene “Pressing 1 und 2”: Phase “Abwehr”.

 

Wie erwähnt verteidigt Zaragoza mit Zoneverteidigung. “Zoneverteidigung” bedeutet nicht rein wörtlich “Zonen zu verteidigen” sondern eigentlich “die Abstand zwischen den Spielern zu bewahren”. Die beiden Szenen zeigen, wie jede Spieler von Zaragoza nicht zu auseinander geht sondern als eine Einheit kompakt bleibt. Normalerweise benutzen viele Mannschaften die Manndeckung beim Pressing. Aber Zaragoza hat so gut die Zoneverteidigung beim Pressing praktiziert wie bei nah zur Perfektion. Immer verstärken die Spieler an der Ballseite den Druck gegen den Gegner, während der Spieler an der andren Seite nach Zentrum rückt und der hintere Spieler nach vorne schiebt und bereit ist abzuräumen. Die gegnerische Mannschaft “Inter Movister”, die in der Futsal-Welt mit Real Madrid in spanische Fußball vergleichbar ist, lässt natürlich nicht bieten, einfach unter den Druck zu setzen und diese Situationen durch super Stellungsspiel von Ricardinho (Pressing 1) und mit der cleveren Rotation(Pressing 2) gelöst.

 

 

Die letzte Szene “Umschaltspiel (Abwehr)”: Phase “Umschaltspiel Negativ (Zurückziehen)”–>Abwehr–>Umschaltspiel Positiv (Ball zu sichern)–> Angriff–>Umschaltspiel Negativ (Gegenpressing)–>Umschaltspiel Negativ (Zurückziehen).

 

 

Diese Szene ist einfach fantastisch. In dieser Szene wird alles gezeigt, was Futsal sein soll. Man sieht, wie oft ALLE Spieler unvermeidbar sprinten müssen, wie schnell und wechselhaft diese vier taktischen Phasen sich umwandeln. Diese Dynamik erzwingt den Spielern wach zu bleiben, höchste Konzentration zu bleiben, und unter der höchsten Geschwindigkeit wahrzunehmen. Dafür braucht man die Automatismen, die sich den Körper ohne die Belastung an das Bewusstsein bewegen lassen. Dadurch hält die Ausdauer sowohl physisch als auch psychisch.

 

Wiederholend gesagt ist Futsal die dynamische Sportart mit der höhen Geschwindigkeit und mit der absolut taktischen Disziplin.

Mourinho says…

Unbenannt

 

On Twitter, I found the very interesting citation of Mr. Enric Soriano from Mourinho’s words.

So, I will just note it here and translate in some language, which I’m working with.

I hope, it is correct translated although my poor spanish level.

 

hay entrenadores que no quieren saber nada del adversario, pero yo no soy asi. fui de los primeros en hablar de modelo de juego y, para mi, entonces, solo habia un sistema y un conjuncto de principios. ahora ya creo en un medelo mucho mas estrategico, por eso, en el incio de la temporada entreno mas de un sistema y mas de una forma de jugar. creo que todos los equipos son mejores cuando se adaptan

 

There are coaches who do not want to know anything about the opponent, but I’m not kind of this type. I was one of the first coaches who talk about the game model.  At the time, for me,  there was only one system and a set of principles. Now, I believe in it, that the football game is being a much more strategic game. So, I train more than one system and more than one way to play at the beginning of the season. I think, all teams will b e better when they adapt themselves to more than one system to play.

 

監督の中には、対戦相手の全てを知ろうとは思わない人もいる。私はそうではない。私はゲームモデルについて話し始めた最初のひとりだったと思うが、当時はひとつのシステムに合わせた原則の集まりに過ぎなかった。今では、ますます戦術的なゲームになってきている。だから、今ではプレシーズンの準備の段階で複数のシステムを用いて、複数のプレースタイルでプレーできるようにトレーニングしている。個人的には、それらが浸透すれば、全てのチームが良くなると思っている。

 

Manche Trainer wollen nicht alles über seinen Gegner wissen. Ich gehöre nicht diesen Typen. Ich glaube, ich bin einer der ersten Trainer, die über das Spielmodell gesprochen haben. Damals war es für mich nur über ein System und die Gesamteinheit der Prinzipien dieses Modells. Aber jetzt glaube ich, dass das Fußballspiel viel mehr strategisches Spiel geworden ist. Deswegen trainiere ich jetzt am Anfang der Saison mehr als ein System und mehr als eine Spielweise. Ich glaube, die alle Mannschaften werden besser, wenn sie es adaptieren.

Der Fall: Julian Draxler. Eine Lehre der Transferplanung.

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Wolfsburg steckt noch in der Krise. Der Grund ist nicht wenig zweifellos: der Fall von Julian Draxler. Dieser Artikel geht um die analytische Perspektive des Managers – nicht um den Angriff auf die bestimmten Personen.

 

Da ich gerade den interessanten Artikel übers Management gelesen habe, übersetze ich diesen Teil. Dieser Artikel geht ums HR-Management allgemein und hat nicht direkt mit dem Fußball zu tun. Aber das Managen der Mitarbeiter(innen) ist überall passend und anwendbar:

 

„Yanagihashi: Für die Seite des Managements wird’s viel problematischer als der Weggang des besten Leistungsträgers, wenn dieser Leistungsträger bleibt und seine Unentschlossenheit zeigt, ob er dort bleibt oder verlässt.

 

Kannhayashi: Ja, das stimmt eigentlich.

 

Yanagibashi: die frühe Kündigung und schnelle Entscheidung ist eigentlich fürs Management viel lieber als das Bleiben mit der Frustration und Verzweiflung. Zwar der große „Loch“ wird sicherlich entstehen, aber er wird relativ schneller erfüllt und kompensiert als man denkt. Deswegen bringt es eigentlich viel größeren Schaden, wenn die Gerüchte entsteht oder die unsicheren Gefühle der anderen Mitarbeiter(innen) verbreitet.

 

Kannbayashi: Ja, genau.

 

Yanagihashi: Deshalb möchte ich mich einfach mit gutem Willen vom Leistungsträger verabschieden, wenn er mir mitteilt; „ich möchte gehen“. Bei dem früheren Arbeitsplatz hat mein Vorgesetzter so gemacht. Nach dem ich tatsächlich meinen Job gewechselt hatte, wurde mein Leben echt hart (lacht)“

 

Das war eine bittere Pille für die beiden Seiten. Möglich wäre’s, dass der Manager Allofs und Trainer Hecking bewusst ins Risiko eingegangen sind, dass der Leistungsträger mit seinem Spielergebnis wieder die Ruhe für die Mannschaft bringt – dieses Mal hat dieses Wetten nicht richtig getroffen. Das Wetten ist dieses Mal das richtige Wort. Denn es fehlte ihnen in jedem Spiel das Glück um Zentimeter.

 

Zwar Draxlers Verhalten über Transfer, dieses Thema vor den Medien auch externe groß gemacht zu haben, mag nicht so vorbildlich sein. Aber die frühere und klare Mitteilung seiner Meinung war schon korrekt.

Die schwierige Phase für die beiden Seiten wird kommen. Fürs Management wird sein Transfer wahrscheinlich nicht so guten Gewinn bringen, wie sie am letzten Sommer bekommen können hätten. Für den Spieler wird es auch schwierig, wieder seine Existenzgründung in der Mannschaft zu schaffen.

 

Fußball ist echt ein zu riskantes Spiel, darauf sich mit eigenem Schicksal zu verlassen.

Futsal: Warum hat Dardai Futsal ins Training bei Hertha BSC eingeführt?

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Futsal wird langsam auch in Deutschland immer bekannter. Zum Beispiel war es eine Schlagzeile in Berlin, dass Hertha unter Dardai die Trainingsvarianten des Futsals ins Training eingeführt und praktiziert hat. Schauen wir hier ein bisschen konkret, was für ein Verhältnis zwischen Futsal und Fußball gefunden wird.

 

Spielfeld:

Vergleichen wir zuerst standardmäßig die Spielfelder des Futsals und Fußballs. Ein Fußballfeld ist normalerweise Ca. 105 Meter lang und 68 Meter breit. In dieser Fläche spielen die Leute 11 gegen 11. Futsal ist Ca. 40 Meter lang und 22 Meter breit. In diesem Feld wird 5 gegen 5 gespielt. Man denkt oft so, dass Futsal im sehr engen Raum gespielt werden müsste, da die Fläche des Futsals nur ein Achtel des Fußballfeldes ist und dort schon fast Hälfte der Spieler spielen. Deswegen ist es nachvollziehbar, dass man oft über die Geschwindigkeit und Technik spricht, wenn Futsal zum Gesprächsthema kommt.

 

ABER: Überlegt euch einmal bitte. Beim Fußball gibt es die Regel „Abseits“. Das heißt: die Mannschaft ohne Ball kann selbst die Größe des Spielraums bestimmen. Zum Beispiel versucht Leverkusen unter Roger Schmidt, innerhalb ein Viertel des Spielfeldes Fußball zu spielen. Das bedeutet: sie versuchen innerhalb der Fläche der zwei Futsalfelder 10 gegen 10 (ohne Torwart) mit dem hoch springenden Ball zu spielen. Der offizielle Futsalball darf nicht so hoch springen wie Fußball. Das erleichtert enorm die erste Ballannahme des Zuspiels. In diesem Sinne ist es eigentlich viel schwieriger, gegen die Mannschaft Fußball zu spielen, die kollektiv organisiert gegen den Ball spielt. Das darf man nie vergessen, dass die Mannschaft selbst beim Fußball den Spielraum (nicht das Spielfeld) vergrößern oder verkleinern kann.

 

Um besser zu verstehen, gliedern wir das Fußballfeld in die mehreren Futsalfelder. Wenn das relativ größere Fußballfeld und relativ kleinere Futsalfeld innerhalb der FIFA-Regeln hier als Maß benutzt werden, sieht wie die untere Grafik aus.

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Wenn man so betrachtet, versteht man, dass die neun kleinen Futsalfelder in einem großen Fußballfeld aufgebaut werden kann. Man kann auch schon ganz grob so sagen, dass Futsal innerhalb den zwei 16er Räumen (eine gilt als eigene Hälfte und andere gilt als gegnerische) Fußball ohne Abseitsregel und mit dem andren Ball und Handballtoren gespielt wird. In diesem Sinne ist Futsal sehr nützlich, um die Handlungsschnelligkeiten, das schnellste Umschaltspiel, die Ideen der Spielzüge und das richtige Stellungsspiel sowohl für Angriff als auch für Abwehr zu erlernen und auszuüben. Vor allem im Jugendbereich funktioniert Futsal sehr effektiv mit der Hilfe des Reizes und der Affekt, mit wenigen Spieler (d.h. mehr Ballkontakt) und gleich vor dem Tor zu spielen.

 

 

Eine Beispielübung in der Spielform:

In der unteren Grafik wird ein Beispiel des Aufwärmungsspiels vorgestellt. 4 gegen 4 plus 4 neutral Zuspieler mit 2 Torwarte.

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Weil mehr Spieler dort spielen, wird der Spielraum jedes einzelnen Spielers natürlich enger. Aber die zwei neutralen Zuspieler an jeder Seitenlinien garantieren den breiten Spielraum und die zwei neutralen Zuspieler in der Mitte bieten noch mehrere Möglichkeiten fürs Zuspiel. Deswegen ist hier das Ziel, simpel und schnell vors gegnerische Tor den Ball zu bringen und zum Schuss zu kommen. Durch die Beschränkung der Ballkontakte (ein freies Spiel, 3 Mal, 2 Mal, und nur 1 Mal) kann die mentale Belastung (die hohe Geschwindigkeit der Wahrnehmung und die Beschleunigung des Entscheidungsprozesses belasten viel den Kopf jedes Spielers) gesteigert werden, ohne physisch nicht so stark zu belasten.

 

 

5vs5, 7vs7 und 11vs11… eine ineinander geschachtelte Struktur:

Nun wird jetzt noch ein Spielfeld mit den roten Linien aufgebaut, wie die untere Grafik.

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Das ist ein Spielfeld des 7er Fußballs. Wenn man so betrachtet, funktioniert dieses Training auch für die Situation im 7er Fußball, wie die Mannschaft mit Überzahl den Gegner in der gegnerischen Hälfte lagern kann und wie sie danach die Tore schießt. Dadurch versteht man, dass Futsal ein Teil der ineinander geschachtelten Struktur des Fußballs ist. Man kann auch dieses Verhältnis zwischen den Beiden als Fraktal interpretieren. Das Training für Futsal funktioniert auch fürs Fußball und das für Fußball funktioniert auch fürs Futsal. Diese gegenseitigen Wirkungen lassen die Gliederungslinie der Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen Arten des Fußballs verschmelzen.

 

So kann man jetzt sagen, dass man Fußball durch Futsal lernen und Futsal durch Fußball lernen kann!

Die Gründe, warum Roger Schmidts Fußball funktioniert

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Mich interessiere ich gerade dafür, wie seine Mannschaft 90 Minutenlang die Spielintensität hält, wie seine Spieler während eines Spiels ihre Kräfte so effizient verteilt, dass sie von Anfang an bis zum Ende des Spiels intensives Pressing und schnelle Umschaltspiele ausüben können.

 

Einfach den Schlusspunkt gesagt, ist es sehr simpel und das Basic; die richtige Positionierung und die klare Rollenverteilung der Doppel 6er.

 

Zum Beispiel:

  • Wenn einer der Doppel6er an der Ballseite nach vorne rückt, muss der andere den Raum in der Mitte vor den Innenverteidigern decken und gleichzeitig ein tick tiefer stehen und immer anspielbar sein, damit er das Spiel eröffnen kann.
  • Die beiden Doppel6er darf nicht auf einer gleichen Höhe im Spielfeld stehen.

 

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Die Doppel6er brauchen die genügende Ausdauer und Konzentration, um diese Grundlage 90 Minutenlang durchzuhalten.

 

Der Punkt „die Positionierung der Deopel6er“ ist aus Logik her sehr simpel zu verstehen aber in der Praxis sehr anstrengend durchzuführen. Aber Roger Schmidt regelt systematisch. zum Beispiel:

 

  1. Wenn ein 6er an der Ballseite nach vorne rückt und relativ hoch in der gegnerischen Hälfte positioniert, dann man bringt den Ball vertikal in seiner Seite, auch wenn der Raum für die Spielzüge enger wird.
  2. Wenn die Mannschaft erneut spielaufbauen muss, nun vermeidet sie die Spielverlagerung und den Ball nicht zur anderen Seite zu bringen, bevor die offensiven Spieler ihre neutralen Positionen nehmen.

 

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Roger Schmidt kalkuliert und programmiert die „physische“ Bewegung“ im seinen Taktikplan bzw. Spielmodel ein. Manche Trainer vergessen, dass die Spieler sich zuerst im Lauf des Spiels bewegen, um ihre richtigen Positionen zu nehmen.

 

Seine Mannschaft trainiert diese „selbstverständliche“ Sache des Fußballs konsequent, bis jeder einzelnen Spieler 90 Minutenlang diese Regeln automatisch durchsetzt.

 

Es ist sehr hart und schwer, diese selbstverständliche Sache konsequent immer wiederzuholen. Aber: In diesem hohen Niveau sieht man sofort, dass die Mannschaft sofort von den Gegnern bestraft wird.

Was bedeutet die “Intensität” der Abwehr im Fußball?

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Ganz grob gesagt, bedeutet die Intensität eine Art von der “Dichte”.

In diesem Artikel wird darüber im Kontext des Fußballs erklärt.

 

Mit der “Intensität der Abwehr” könnte man auch quasi der harte körperliche Zweikampf gegen Ball meinen. Ja, das kann man. Aber das bedeutet nur “die Intensität der physischen Zweikämpfe”. Präziser gefragt nun, wie oft haben diese Zweikämpfe stattgefunden oder wie hart sie sind. Hier sind sie leider kein Thema in diesem Artikel. Denn das gehört zur Intensität der Abwehr –  aber das ist nur ein Teil der gesamten Faktoren bei der Abwehr.

 

Schauen wir mal das Foto.

Die rote Linie ist die Abseitslinie, die der japanische Linksverteidiger abgehoben hat.

Die gelbe ist die Linie, die die japanische 4er Abwehrkette eigentlich auf dieser Höhe stehen musste.

 

Es ist schon klar, dass die Abwehrspieler nur begrenzt im 16er spielen können. Sie können nicht mehr so hart spielen, wie außerhalb des 16ers. Deswegen muss die Abwehrlinie immer und möglichst hoch außerhalb der 16er stehen. Niemals im 16er – außer den Flankensituationen.

 

Wenn die Abwehrkette 3 meter höher nach vorne schiebt, kann sie ihren Raum mit 16er-Breite vor dem Tor  Ca. 120㎡ enger machen. In dieser Situation hatte die Japanische Abwehr den Gegnern den noch größeren Raum IN (!) dem 16er gegeben, zumindest 160㎡ hat sie den Kolumbianern geschenkt.

 

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Diese Vor- und Nachschieben der Abwehrkette, Verhandlungen ums Abseits, die Gewohnheit, immer den 16er Kasten sauber zu halten… etc. alle gehören zur Intensität der Abwehr. Mit anderen Worte ist sie die Dichte der Abwehr; sehr detaillierte und präzise Verteidigung heißt es.

 

Die Dichte der Verstand der Taktik (Gewohnheit/ Akkumulation der Kenntnissen), die Dichte der Konzentration, die Dichte der Schlauheit für die taktische Verarschung gegen gegnerischen Angreifer, alle Faktoren multiplizieren und dadurch entsteht die Intensität der Abwehr.

 

Auch wenn nur ein Faktor mangelt, sieht es irgendwie zu lasch aus. Die “lockere” Abwehr bedeutet nicht nur der Mangel der körperlichen Intensität sondern auch der Mangel der Genauigkeit in der taktischen Verhaltung beim Abwehr. Das ist ja doch nichts anderes als gewisse Kopfsache.